Donnerstag, 13. Mai 2010

Bootcamp mit Demiocrates

Der Socialpowernetwork-Coach Demiocrates hat sich angeboten, mir bei meiner Pick-Up-Laufbahn weiterzuhelfen.

Die Sache ist, ich kenne schon das ganze übliche Pick-Up-Material. Hatte mich schon vor Jahren in Pick-Up reingeworfen und nach einer intensiven und langweiligen Phase wieder aufgegeben. Natürlich weil ich eine Freundin fand.

Da ich jemanden zum Rumficken hatte, war mir Pick-Up so egal geworden wie es nur geht. Ich war needy und habe meine Beziehung zu etwas gemacht, was sie nicht ist.

Kennt ihr Bollywood? Ja, ich glaube dort habe ich gelebt.

Beziehung hat geendet.

Und wie es von einem wahren Pick-up-Artist erwartet wird, habe ich mich auch danach noch ständig bei ihr ausgeheult und rumgebettelt, es noch einmal zu versuchen.

Irgendwann fiel mir dann wieder ein, dass es ja einen Ausweg gibt. Habe mich dann in Pick-Up geworfen und nun zum ersten Mal angefangen zu approachen.

Ein Jahr später war ich immernoch erfolglos.

Ich wurde nie so gut, dass ich closes sammeln kann. Es lief eigentlich immer nur darauf hinaus, dass ich mich in Sets hineinwarf und mich präsentierte.

Hat nicht geklappt.

Darius, so heißt Demiocrates, wollte mir nun helfen.

Wir haben uns in der Zeile in Frankfurt für drei Stunden getroffen. Drei Stunden sind im Vergleich zu üblichen Bootcamp-Angeboten, die oft über 16h gehen, recht wenig.

Aber es war ein wirklich gutes Format.

Wir haben es so gemacht. Nachdem wir uns gefunden haben, haben wir kurz das Vorgehen besprochen.
Er hat mir sein Game-Konzept erklärt, das wirklich sehr flexibel ist, sodass man sich nicht zu weit in eine neue Rolle quetschen muss.

Wenn ihr die Mysterys Game kennt, dann wisst ihr sicher wie befremdlich seine 10 Minuten-DHV-Stories wirken.

Da ich selber die meisten Erfahrungen mit direktem Game gemacht habe, hat mir Darius vorgeschlagen, dass ich direkt opene.
Daraufhin soll ich dann mit Cold-Reads arbeiten und Fragen vermeiden. Fragen werde ich dann mit Aussagen austauschen. Alles ganz schnell erklärt, also dann rein infield.

Wir sind auf der Zeile bei gutem Wetter auf und ab gegangen. Und wenn ihr wie ich nur mit mittelgroßen Städten vertraut seid, dann wird euch Frankfurt sprachlos machen.

Der Menschenverkehr ist so groß, dass man es wirklich leicht hat geeignete Sets zu finden.

Vorher hatte ich die Sorge, dass wir in drei Stunden gar nicht genug Sets finden, sodass mich Darius kritisieren kann. Aber das war total unbegründet. Ich glaube, in Frankfurt kann ich gefühlt drei Mal so viel approachen wie in Koblenz.

Mit Approach Anxiety hatte ich eigentlich keine Probleme. Dachte ich.

Darius schubste mich direkt ins Wasser. Wir waren draußen und hat mir dann vorgeschlagen, dass er hintermir im Abstand herläuft und ich approache, was mir gefällt. Gelegentlich hat er mir dann ein paar gute Sets aufgezeigt und die habe ich dann auch wahrgenommen.

Auf keinen Fall würde ich seine und mein Zeit verschwenden wollen. Es ging wirklich darum, so viel wie möglich aus dem Treffen mitzunehmen.

Die Sets haben oft nicht sehr lange gedauert und nach einem Set haben wir uns immer kurz darüber unterhalten. Es ist unangenehm, wenn man direkt opent und damit auch schon das Set endet. Es fällt mir dann recht schwer, Darius zu erklären, warum es nicht weiterging.

So ging es dann bis zum Ende weiter. Es gab ein paar wirklich schöne Sets und viele von denen ich nichts hatte.

Was ich aber gelernt habe war wirklich erstaunlich:
-Wenn ich auf ein Mädel zugehe, dann kann ich das ruhig machen. Ich muss mich dafür nicht entschuldigen.
Das wirklich ein verstörter Frame, den ich da in mir habe.
Als wäre Zeit mit mir zu verbingen so unangenehm, dass sich jedes Wort und jede Bewegung von mir für mein Dasein entschuldigt. Ein wirklich komischer Gedanke.
-Das ich darauf achten kann, wie viel Raum ich dem Mädel lasse. Ein direkter Approach kann schon sehr nah gehen. Dass ich mich dann auf sie stürze, hilft nicht wirklich weiter.
-Es ist leicht das Set zu bewegen. Nur eine kleine Geste und ein blöder Grund reicht dazu aus.
-Manche Frauen brauchen etwas mehr Zeit um Gefallen an mir zu finden. Daher sollte ich nicht schon beim ersten IoD aufgeben.
Das ist wirklich schwach.
-Es gibt keine versteckte Kamera, die meinen Approach unvergesslich machen wird. Es sieht lächerlich aus, wenn man herumtigert und Frauen hintersprintet, damit man so tun kann als sei man total fasziniert von dem Mädel, um sie dann zu ficken.
Klar, aber so bin ich schließlich. Lächerlich ; ). Gut, dass keiner weiß...

Später dann beim Sargen ohne Darius habe ich eine nette Beobachtung gemacht. In vielen Punkten habe ich Sachen von Darius übernommen.
Manche Sachen blieben nicht kleben. Aber lässt sich nachholen. Dumme Sache ist weiterhin, dass Koblenz deutlich kleiner ist als Frankfurt. Das nervt.
Was ich sehr interessant finde ist, dass ich sehr viel mehr approache, weniger excuse, alleine sargen kann und es sich männlicher anfühlt.

Danke, Mann.

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